Nahwärmenutzung in Hachenburg noch optimieren – Aktualisierung Klimaschutzkonzept

Die Nutzung der Nahwärme und eine Fortschreibung des Klimaschutzkonzepts waren Themen im Verbandsgemeinderat Hachenburg. CDU-Ratsmitglied Stefan Leukel forderte in seinem Redebeitrag eine deutliche Optimierung beim Einsatz der unterschiedlichen Energieträger. Der Anteil erneuerbarer Energieträger müsse erhöht werden. CDU-Ratsmitglied Jonathan Noll nahm zur geplanten Aktualisierung des Klimaschutzkonzepts Stellung.
Zu große Erwartungen werden nach Auffassung von Stadtbürgermeister Stefan Leukel mit dem im Verbandsgemeinderat diskutierten Grünen-Antrag zur Fernwärmeversorgung des historischen Stadtkerns von Hachenburg verbunden. Technische Machbarkeit und der Zeithorizont müssen noch geprüft werden. Aus seiner Sicht sei es ratsam, solche weitreichenden Vorhaben und Ideen erst in den Fachausschüssen zu diskutieren, als direkt an die Presse zu gehen, um nicht falsche Erwartungen zu wecken.
Stefan Leukel sprach sich im Namen der CDU-Verbandsgemeinderatsfraktion für eine Überweisung an den zuständigen Werkausschuss aus. Vor einer Entscheidung seien verschiedene Aspekte zu prüfen, ob der Durchmesser der Leitung zum Schloss die notwendige Kapazität für die historische Innenstadt aufnehmen könne. Auch der auf die Entfernung entstehende Netzverlust sei zu untersuchen. Der tatsächliche Betrieb der aktuellen Nahwärmeversorgung weiche deutlich von den Zielzahlen zur Nutzung erneuerbarer Energien ab. Während 80 Prozent Hackschnitzel und 20 Prozent Heizöl geplant waren, musste diese Planung nun angepasst werden. Neuerlich wird von Seiten der Verbandsgemeindewerke von ca. 55 Prozent Hackschnitzel, 38 Prozent Gas und 7 Prozent Heizöl ausgegangen. Die Realität, das zeigen die Abschlüsse der Werke, sehe jedoch noch deutlich ungünstiger aus. Beim Energiemix werden mehr fossile Energieträger eingesetzt, als die Planungen vorsehen. Mit deutlichen Nachteilen für das Klima, als auch für die Preise. Dies gelte es deutlich zu optimieren, so Leukel.

Für die CDU-Stadtratsfraktion nahm Fraktionsvorsitzender Karl-Heinz Boll zum städtischen Haushalt 2023 Stellung. Kritik am kommunalen Finanzausgleich des Landes sowie positive Einschätzungen zum bisher Erreichten und zukünftig Geplantem.