Graues und blasses Gesicht beim Löwenbad
Gottfried Benner hat für die CDU-Verbandsgemeinderatsfraktion die Stellungnahme zu den Wirtschaftsplänen der Eigenbetriebe abgegeben. Die Wirtschaftspläne zeigten „Gesichter“ mit verschiedenen Eindrücken, ein positives, zwei negative, und ein hoffnungsvolles Bild.
Wasserversorgung
Das positive Gesicht sei das des Betriebszweiges Wasser. Hier werde ein positives Ergebnis erzielt. Auch mit den geplanten Investitionen werde ein nachhaltiges Wirtschaften verfolgt. Dies solle auch in Zukunft so beibehalten werden.
Abwasserbeseitigung
Eher sorgenvoll sei das Gesicht bei der Abwasserbeseitigung gekennzeichnet. Durch die Anforderungen bei der Eigenüberwachung seien auch in den nächsten Jahren hohe Investitionen erforderlich, die durch Beiträge kaum abgedeckt werden könnten. Allerdings seine die dort getätigten Investitionen in Höhe von 7,6 Millionen Euro auch ein Wirtschaftsfaktor für die heimischen Betriebe. Letztlich gelte es aber auch das wichtigste Grundnahrungsmittel, nämlich das Grundwasser, für die heutige und künftige Generation zu sichern und zu schützen. Hier seien alle in der Verantwortung. Es solle sich darauf verständigt werden, in den nächsten zehn Jahren nur das dringend Erforderliche anzugehen und wünschenswertes zunächst zurück zu stellen.
Betriebszweig Löwenbad – grau und blass
Das Gesicht beim Löwenbad sei grau und blass. Im Rat sei die Sanierung zwar grundsätzlich befürwortet worden, jedoch sei die Frage zu stellen, ob jährlich eine Million Euro an Bewirtschaftungskosten noch aufzubringen seien. Die CDU hätte sich vor der Grundsatzentscheidung eine genauere Ermittlung der Gesamtkosten gewünscht. Der Anfang der Sanierung sei dann auch noch recht hoffnungsvoll verlaufen. Der Zeitplan für den Einbau der Technik wurde weitgehend eingehalten. Die aktuelle Situation könne jedoch mit blankem Entsetzen beschrieben werden. Die CDU fordere, dass der entstandene Schaden voll von dem Generalplaner zu tragen sei. Hier sollte die Verwaltung und die Werke entsprechende rechtliche Schritte in die Wege leiten, damit die entstandenen Kosten nicht zu Lasten der Verbandsgemeinde und letztlich der Bürger gehen. Auch über eine Verlängerung der Gewährleistungsfrist müsse gesprochen werden.
Betriebszweig Energieversorgung
Hier seien die ersten Schritte in die richtige Richtung bereits getan, damit die Betriebsergebnisse sich künftig positiv gestalten. Einen weiteren Betriebszweig mit roten Zahlen könne man sich nicht mehr leisten.
Um eine kostengünstige Energieversorgung für alle Bürger der Verbandsgemeinde zu erreichen, müssten Modelle entwickelt werden, von denen die Bürger den Nutzen hätten und nicht einige Großkonzerne. Hier sei auch bei den anstehenden Vertragsverlängerungen zu Leitungsrechten nach gemeinsamen Lösungen zu suchen. Hier seien Erfahrungen anderer Kommunen oder von Bürgergenossenschaften zu berücksichtigen. Die CDU erwarte hier eine breite Einbindung aller Beteiligten seitens der Verwaltung. Hau-Ruck-Aktionen seinen fehl am Platze. Um das gemeinsame große Ziel zu erreichen, sei ein vertrauensvolles und ehrliches Miteinander erforderlich. Beim Ausbau der Windenergie sollten die Bürger und nicht die Konzerne, einzelne Investoren oder Kommunen den Nutzen haben. Auch sollte innerhalb der Verbandsgemeinde kein Ungleichgewicht entstehen, denn die Verbandsgemeinde sei letztlich eine Solidargemeinschaft.



