Wertschöpfung aus der Region in der Region
CDU-Fraktionsvorsitzender Johannes Kempf nahm in der Verbandsgemeinderatssitzung zu den geplanten Änderungen im Flächennutzungsplan Stellung, die insbesondere die Voraussetzung für den Bau weiterer Windkraftanlagen schaffen soll. Flächen werden in den Höhenbereichen der Verbandsgemeinde von Wahlrod/Welkenbach über den Hartenfels sowie Merkelbach/Hatterter Kopf, den Hachenburger Stadtwald und die Bereiche Gehlert/Alpenrod/Lochum ausgewiesen.
Johannes Kempf bezeichnete die diskutierte Änderung des Flächennutzungsplanes als einen von vielen Schritten, die in den nächsten Monaten und Jahren zu gehen sind. Bei der Ausweisung von Windkraftflächen seien die Kriterien transparent darzustellen, so u.a. die Abstandsflächen zu Ortslagen von 1250 m sowie zu Einzelhäusern von 625 m. Die Kriterien müssten für die Bevölkerung nachvollziehbar sein und akzeptiert werden können. Die beabsichtigte Erhöhung der Mindestabstände um 25 Prozent sei ebenfalls richtig.
Zum späteren Betrieb von Windkraftanlagen gehörten jedoch weitere Überlegungen. In welcher Form und in welchem Umfang können sich Kommunen beteiligen. Der mögliche Gesamtinvestitionsumfang könne voraussichtlich nur mit einem kleinen Anteil von kommunaler Seite geleistet werden. Eine Kombination mit privatwirtschaftlichen Elementen sei anzustreben. Netzanbindung und Speichermöglichkeiten für die erzeugte Energie seien ebenfalls zu klären. Mit der Windkraft werde eine Unabhängigkeit von den „endlichen Rohstoffen“ ermöglicht. Bei den gesetzlichen Rahmenregelungen seien von Bund und Land noch flankierende Maßnahmen zu beschließen.
Abschließend stellte Johannes Kempf fest: Die Verbandsgemeinde ist auf dem richtigen Weg und wir gehen verantwortungsvoll mit den Fragen der Energieversorgung um. Bei uns geht es nicht nach dem Sankt-Florians-Prinzip. Wir nehmen die Sorgen und Interessen der Menschen insgesamt ernst, egal aus welcher Verbandsgemeinde diese auch kommen.



